Die Veröffentlichung in renommierten Printmedien

Um als freier Journalist Artikel in einer anerkannten Zeitung oder Zeitschrift zu veröffentlichen, gibt es einige Dinge zu beachten. Zum einen sollte das Thema zu der Zeitschrift passen, eine Nachfrage bei den Lesern bedienen und auf öffentliches Interesse stoßen, zum anderen muss das Werk gut verfasst und überzeugend formuliert sein. Der richtige Zeitpunkt, um der Redaktion einen Artikel vorzuschlagen, spielt darüber hinaus ebenfalls eine große Rolle.

Die Marktanalyse

Eine anfängliche Marktanalyse durchzuführen ist unverzichtbar. Kein freier Journalist sollte ohne eine umfassende Marktanalyse damit beginnen, an einem Artikel zu arbeiten. Es gilt nämlich erst einmal festzustellen, welche Zeitung oder Zeitschrift für eine Veröffentlichung der eigenen Arbeiten infrage kommt. Aus diesem Grund sollte man in Erfahrung bringen, welche Art Artikel aus der Hand freier Journalisten akzeptiert werden, die meisten Zeitungen und Magazine verfügen schließlich über ein festes Repertoire an hauseigenen Journalisten. Das schließt aber selbstverständlich nicht aus, dass interessante Gastbeiträge den Weg in die Veröffentlichung finden können.

Bevor man mit der Absicht der Veröffentlichung in einer bestimmten Zeitung einen Artikel schreibt, müssen Schreibstil, Länge und Wortschatz der dort veröffentlichten Artikel überprüft werden. Als freier Journalist muss man in der Lage sein, sich dem Stil und dem Themenbereich einer Zeitschrift anpassen zu können. Eine eventuelle politische Neigung einer Zeitung sollte natürlich auch berücksichtigt werden und es ist wenig sinnvoll, einer konservativen Zeitung einen links angesiedelten Artikel zuzusenden. Das Zusenden von Artikeln mit Themen, die in letzter Zeit schon behandelt worden sind, ist zu vermeiden, außer man bietet eine wertvolle und originelle Perspektive zu dem Thema.

Sobald man sich einen Überblick verschafft hat und die passende Zeitung oder Zeitschrift ausgemacht hat, kann ein passender Artikel verfasst werden, der den Lesern, dem Stil, dem Wortschatz und dem Themenbereich des Mediums gerecht wird.

Zeitschriften

Zeitschriften suchen oft Gastbeiträge

Den richtigen Ton treffen

Nach einer erfolgreichen Marktanalyse sollte man sich darüber im Klaren sein, wo der Artikel veröffentlicht werden soll. Anschließend dreht sich alles darum, den richtigen Ton zu treffen und sich erfolgreich zu präsentieren, um den Herausgeber zu überzeugen.

Redakteure haben, wie die meisten Menschen, persönliche Vorlieben und Aversionen. Es gibt aber einige gute, allgemeine Tipps, wie man am besten an einen Zeitungsredakteur herantritt:

Eine erste E-Mail sollte nicht zu lang sein und sich auf Wesentliches beschränken. Das Gleiche gilt für das erste Telefonat. Die E-Mail sollte nur wichtige Elemente wie den Titel, eine eventuelle Artikelbeschreibung, eine kurze Zusammenfassung sowie berufliche Referenzen des Autors beinhalten, damit die Redaktion erfährt, für wen der Journalist bereits geschrieben hat. Zudem sollte man bei der Kontaktaufnahme keine Anhänge wie beispielsweise Fotos mit versenden.

Tageszeitungen

Tageszeitungen

Insofern der Artikel nicht ein brandaktuelles Thema behandelt, sollte man sich gedulden und einige Wochen warten, bevor man den Redakteur erneut kontaktiert. Selbstverständlich dürfen die vollständigen Kontaktangaben in keinem Angebot fehlen, damit die Zeitschrift einfach darauf reagieren kann.

Der eigene Hintergrund und bisher Erreichtes sollten geradlinig und ohne Übertreibungen dargelegt werden. Für eine langfristige Zusammenarbeit zählt natürlich auch, das ein angekündigter Artikel hält, was er verspricht.

Nochmals, Geduld ist alles. Nach der Übermittlung des Artikels sind Ruhe und Geduld gefragt. Man sollte davon absehen, die Redaktion zu kontaktieren, um herauszufinden, wann der Artikel erscheint oder sonstige Anfragen tätigen.

Pünktlichkeit ist ebenfalls gefragt. Die Fähigkeit, durchgehend Fristen einzuhalten ist für jeden freien Journalisten unabkömmlich. Viele erfolgreich arbeitende, freie Journalisten zeichnen sich durch ihre Zuverlässigkeit aus und diese Eigenschaft kann mehr Wert sein als die Fähigkeit, überragend gut zu schreiben. Wenn die Redaktion eine Deadline vorgibt, muss diese um jeden Willen eingehalten werden. Sollte das nicht der Fall sein, ist es wahrscheinlich, dass man keine zweite Chance erhält.

Deadline

Deadlines können stressen

Im Bereich Vergütung sollte man das angebotene Honorar akzeptieren, insbesondere dann, wenn man den Redakteur nicht kennt und es sich um die   erste Veröffentlichung handelt. Journalisten, die sich erst im Beruf etablieren, benötigen so viele Veröffentlichungen wie möglich für ihr Portfolio. Wenn später eine gute Geschäftsbeziehung aus dem Auftrag resultiert, kann das Honorar schließlich frei verhandelt werden.

Des weiteren sollte man auch Eigeninitiative zeigen und den Redakteur nicht nach Ideen für Artikel fragen. Die Themensuche ist Aufgabe des Journalisten. Redakteure haben viele leere Seiten zu füllen; wenn ein Journalist ihm gute Vorschläge darüber unterbreitet, mit welchem Layout und welchen Fotos er diese gestalten kann, erhöhen sich die Chancen auf die Veröffentlichung.

Falls der Artikel abgelehnt wird, sollte man ihn einer anderen Zeitschrift vorschlagen. Nach einer Absage muss man die jeweilige Redaktion auch nicht abschreiben, sondern aus eventuellen Fehlern lernen und weiterhin dort Artikel einreichen.

Zeitmanagement ist alles

Rechtzeitig einen Artikel an die Redaktion zu senden ist unerlässlich. Falls es sich um eine topaktuelle Schlagzeile handelt, wird der Redakteur nicht erfreut sein, wenn die Abgabe nach Redaktionsschluss erfolgt. Über die Deadlines in einer Nachrichtenredaktion muss jeder freie Journalist im Bilde sein. Je früher ein Artikel eingereicht wird, desto mehr Zeit haben die Lektoren, fehlende Informationen zu vervollständigen oder Fakten zu überprüfen. Mit einem Anruf in der Redaktion sollte man sich daher versichern, dass ein dringender Artikel auch eingegangen ist.

Armbanduhr

Timing ist alles

Nicht-dringende Beiträge können mit einem Anruf zu weniger turbulenten Zeiten in der Redaktion bestätigt werden. Das erhöht auch die Chance auf ein Gespräch mit dem Chefredakteur und eventuell auf eine Veröffentlichung. Außer bei Nachrichtenartikeln ist die Nachfrage per E-Mail aber wahrscheinlich die bessere Variante, denn der Redakteur kann das Angebot dann in aller Ruhe begutachten und muss nicht sofort am Telefon eine Entscheidung treffen.

In einer Nachrichtenredaktion ergeben sich traditionellerweise im Laufe des Jahres sehr geschäftige und eher ruhige Zeiten. So wird das berühmte Sommerloch in den Redaktionen immer noch gefürchtet. Wenn die meisten Menschen im Urlaub sind, Schulen und Universitäten Ferien haben und die Bundesregierung und andere Gremien ihre Arbeit für einige Wochen einstellen, wird es in den Nachrichtenagenturen still. In dieser Periode kann ein interessanter Artikel daher eher den Weg in die Veröffentlichung finden. Die Zeit um die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage bietet die selbe Möglichkeit für Journalisten. Die meisten Menschen sind dann weniger gut erreichbar und geben sich kaum berichtenswerten Aktivitäten hin. Redakteure füllen ihre Auflage dann gerne mit Gastbeiträgen. Es gilt daher, sich gut zu organisieren und für die Ferienzeit viel Material parat zu haben, um die Chance auf eine Veröffentlichung zu erhöhen.

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